Bildübertragung
Die Klinik überträgt die radiologischen Bilddaten verschlüsselt an das Teleradiologie-Netzwerk. Die Übertragung erfolgt über standardisierte DICOM-Schnittstellen und ist vollständig in den bestehenden KIS-/RIS-Workflow integriert.
KI-gestützte Befundung bezeichnet die parallele Analyse radiologischer Bilddaten durch Fachärzt:innen und KI-Algorithmen. Die KI erkennt Auffälligkeiten in CT-, MRT- und Röntgenaufnahmen, priorisiert dringende Fälle und liefert eine automatische Zweitmeinung. Die endgültige Diagnose bleibt dabei immer beim Facharzt bzw. der Fachärztin.
KI-Befundung in der Radiologie beschreibt den Einsatz von Deep-Learning-Algorithmen zur automatisierten Analyse medizinischer Bilddaten. Die Algorithmen werden mit großen Datensätzen radiologischer Aufnahmen trainiert und lernen, typische Muster zu erkennen: von Frakturen und Blutungen bis hin zu subtilen Gewebeveränderungen.
Wichtig ist die Abgrenzung: KI-Befundung bedeutet nicht, dass eine KI eigenständig Diagnosen stellt. Vielmehr handelt es sich um ein Unterstützungssystem, das Fachärzt:innen bei der Befundung assistiert. Die KI markiert Auffälligkeiten, priorisiert nach Dringlichkeit und liefert eine zweite Perspektive auf die Bilddaten. Die ärztliche Entscheidungshoheit bleibt vollständig erhalten.
Der Prozess der KI-gestützten Befundung folgt einer klaren Struktur. Jeder Schritt ist darauf ausgelegt, Geschwindigkeit und Sicherheit zu maximieren, ohne die fachärztliche Kontrolle einzuschränken.
Die Klinik überträgt die radiologischen Bilddaten verschlüsselt an das Teleradiologie-Netzwerk. Die Übertragung erfolgt über standardisierte DICOM-Schnittstellen und ist vollständig in den bestehenden KIS-/RIS-Workflow integriert.
Sobald die Bilder eingehen, beginnt die KI mit der automatisierten Analyse. Innerhalb von Sekunden prüft der Algorithmus auf bekannte Pathologien: intrakranielle Blutungen, Lungenembolien, Frakturen, Pneumothorax und weitere zeitkritische Befunde. Wird eine Auffälligkeit erkannt, erfolgt eine sofortige Markierung und Priorisierung.
Ein Facharzt bzw. eine Fachärztin für Radiologie befundet die Aufnahme – unterstützt durch die KI-Hinweise, aber nicht abhängig davon. Die KI-Markierungen dienen als zusätzliche Informationsquelle, die Bewertung und der schriftliche Befund liegen ausschließlich beim Menschen.
Diskrepanzen zwischen KI-Analyse und fachärztlichem Befund werden automatisch markiert und geprüft. Dieses Vier-Augen-Prinzip – Mensch plus Maschine – erhöht die diagnostische Sicherheit.
Der fertige Befund wird digital an die Klinik zurückübermittelt und automatisch ins KIS integriert. Die behandelnden Ärzt:innen können sofort mit der Therapie beginnen.
KI-Algorithmen kommen heute vor allem bei drei Modalitäten zum Einsatz, die in der Notfall- und Routinediagnostik zentral sind.
KI-Befundung bietet klare Vorteile, hat aber auch definierte Grenzen. Ein realistischer Blick auf beides ist entscheidend für den erfolgreichen Einsatz.
Geschwindigkeit ist der offensichtlichste Gewinn: KI analysiert Bilddaten in Sekunden und priorisiert zeitkritische Fälle. Die automatische Zweitmeinung erhöht die diagnostische Sicherheit, ohne den Befundungsprozess zu verlangsamen. Und bei hohen Befundvolumina – wie den über 218.000 Befunden pro Jahr bei reif & möller – hilft KI, gleichbleibende Qualitätsstandards aufrechtzuerhalten.
KI kann den klinischen Kontext nicht berücksichtigen: Anamnese, Vorbefunde und klinische Fragestellung fließen nicht in die KI-Analyse ein. Seltene Pathologien, für die wenig Trainingsdaten existieren, werden weniger zuverlässig erkannt. Und die rechtliche Verantwortung bleibt vollständig beim Facharzt bzw. der Fachärztin – die KI ist ein Werkzeug, kein Entscheider.
Die Entwicklung von KI in der radiologischen Befundung schreitet schnell voran. Aktuelle Trends zeigen drei Richtungen: erstens die Ausweitung auf weitere anatomische Regionen und Modalitäten, zweitens die Integration in die Therapieplanung über die reine Diagnostik hinaus und drittens die Standardisierung und Qualitätssicherung von KI-Algorithmen durch regulatorische Rahmenwerke.
Für Kliniken, die jetzt in KI-gestützte Teleradiologie investieren, bedeutet das: Die Technologie wird besser, die Anwendungsfelder breiter und die Evidenzbasis stärker. Wer heute einen erfahrenen Partner mit nachweisbarer KI-Praxiserfahrung wählt, ist für diese Entwicklung optimal aufgestellt.
Erfahren Sie, wie KI-gestützte Teleradiologie Ihre Diagnostik verbessert.
Die Genauigkeit hängt von der Pathologie und der Modalität ab. Bei der Erkennung intrakranieller Blutungen im CT erreichen aktuelle Algorithmen Sensitivitäten von über 95 %. Bei komplexeren oder selteneren Befunden liegen die Erkennungsraten niedriger. Deshalb bleibt die fachärztliche Prüfung unverzichtbar.
Am zuverlässigsten erkennt KI zeitkritische Befunde: intrakranielle Blutungen, Lungenembolien, Pneumothorax, große Gefäßverletzungen und bestimmte Frakturtypen. Auch Schlaganfall-Hinweise in MRT-Diffusionssequenzen werden mit hoher Genauigkeit erkannt.
Nicht für alle. Den größten Mehrwert bietet KI bei hohem Befundvolumen, in zeitkritischen Szenarien (Notfalldiagnostik) und bei standardisierbaren Fragestellungen. Für hochspezialisierte Untersuchungen mit komplexer klinischer Fragestellung bleibt die rein fachärztliche Befundung der Goldstandard.
Nein. Bei teleradiologischer KI-Befundung läuft die KI-Analyse auf der Infrastruktur des Teleradiologie-Anbieters. Für Ihre Klinik ändert sich technisch nichts – die Bilddaten werden wie gewohnt übertragen, die KI-Analyse erfolgt serverseitig.
Bei reif & möller ist die KI-Unterstützung Teil des Teleradiologie-Services – ohne zusätzliche Kosten. Sie profitieren automatisch von der KI-gestützten Priorisierung und Zweitmeinung.
Die FAQ-Sektion beantwortet die häufigsten Fragen von Klinikentscheidern zu unserem KI-Einsaz. Die Fragen stammen aus der Question-to-Page Map, PAA-Analysen und typischen Kundenanfragen.
KI in der Radiologie