Teleradiologie: Externe radiologische Befundung über digitale Netzwerke

Teleradiologie bezeichnet die Übertragung und Befundung radiologischer Bilddaten (Röntgen, CT, MRT) über sichere Netzwerke. Die Auswertung erfolgt durch qualifizierte Fachärzt:innen an einem anderen Standort. Kliniken erhalten so 24/7 Zugang zu radiologischer Expertise – auch ohne eigenes Personal vor Ort.

Was ist Teleradiologie?

Bei der Teleradiologie werden radiologische Aufnahmen nach der Bildgebung digital an externe Radiolog:innen übermittelt und dort medizinisch befundet. Die Übertragung erfolgt über gesicherte IT-Infrastrukturen mit standardisierten Schnittstellen wie HL7 und DICOM.

Teleradiologie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn Krankenhäuser nicht zu jeder Zeit eigene Radiolog:innen vorhalten können. Das betrifft vor allem Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftszeiten, in denen häufig Notfälle wie Schlaganfälle oder Polytrauma auftreten. Die Befundung erfolgt gemäß Strahlenschutzgesetz und anerkannten Qualitätsstandards.

Je nach Versorgungsmodell ergänzt Teleradiologie bestehende Strukturen oder übernimmt definierte Zeitfenster vollständig. Zusätzlich ermöglicht sie strukturierte Zweitmeinungen und hilft, Doppeluntersuchungen zu vermeiden.

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Praxis & Relevanz

In der Praxis:

  • Nacht- und Wochenendbefundung von CT-Untersuchungen in der Notfallversorgung
  • Radiologische Unterstützung kleiner Krankenhäuser ohne eigene Radiologieabteilung
  • Einholung qualifizierter Zweitmeinungen bei komplexen Befunden

Warum relevant für Kliniken:

  • Sicherstellung der radiologischen Versorgung rund um die Uhr (24/7)
  • Entlastung des eigenen Fachpersonals und höhere Planungssicherheit
  • Flexible Kostenstruktur durch bedarfsabhängige Abrechnung

Jetzt beraten lassen: Wie Teleradiologie Ihre Versorgung sichert