Radiologische Befundung: Ärztliche Auswertung von Bilddaten
Radiologische Befundung ist die systematische Auswertung bildgebender Untersuchungen durch Fachärzt:innen für Radiologie. Der Befund dokumentiert alle relevanten Beobachtungen, stellt Diagnosen und gibt Empfehlungen für das weitere Vorgehen. In der Teleradiologie erfolgt diese Auswertung standortunabhängig über digitale Netzwerke.
So läuft radiologische Befundung in der Teleradiologie ab
Die radiologische Befundung folgt einem strukturierten Ablauf: Der Radiologe sichtet die Bilddaten, analysiert alle relevanten Strukturen, beschreibt pathologische Veränderungen und formuliert eine Beurteilung. Der schriftliche Befund wird den behandelnden Ärzt:innen übermittelt.
Qualitätskriterien für eine gute Befundung sind Vollständigkeit, Präzision, klinische Relevanz und Verständlichkeit. Bei Notfalluntersuchungen kommt die Geschwindigkeit hinzu – hier zählt jede Minute.
In der Teleradiologie wird die Befundung durch externe Radiolog:innen erbracht. Die Qualitätsanforderungen sind identisch zur Vor-Ort-Befundung. Moderne Teleradiologie-Anbieter setzen zusätzlich KI zur Unterstützung ein – etwa für die Priorisierung kritischer Fälle oder als zweite Sicherheitsebene.
Praxis & Relevanz
In der Praxis:
- Bilddaten werden nach der Untersuchung automatisch an den Teleradiologen übermittelt
- KI-Unterstützung priorisiert kritische Befunde und stellt sie dem Radiologen zuerst vor
- Der fertige Befund wird je nach Anbindung direkt ins KIS/RIS importiert oder automatisch ausgedruckt
Warum relevant für Kliniken:
- Fundierte Diagnosen als Grundlage für Therapieentscheidungen
- Zugang zu subspecialisierten Fachärzten
- Radiologische Notfallversorgung rund um die Uhr gesichert – unabhängig von Dienstzeiten und Personalengpässen