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Teleradiologie: Vom Pionierprojekt zum digitalen Erfolgsmodell

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von reif & möller – Netzwerk für Teleradiologie blickt Mitbegründer und Vorstand, Dr. med. Torsten B. Möller, in zahlreichen Medien wie dem Radiologie Magazin oder der Krankenhaus Technik und Management (KTM) auf die Entwicklung, die Herausforderungen und die Zukunftsaussichten dieser Schlüsseltechnologie. Das Wichtigste aus diesen Beiträgen haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Die Teleradiologie hat sich in den letzten 25 Jahren von einer innovativen Idee zu einem unverzichtbaren Bestandteil der medizinischen Versorgung entwickelt. Sie ermöglicht radiologische Diagnostik unabhängig von Ort und Zeit – ein entscheidender Faktor für eine sichere, effiziente und hochwertige Patientenversorgung.

Von der pragmatischen Lösung zur systemrelevanten Infrastruktur
Als reif & möller im Jahr 2000 gegründet wurde, war die Idee digitaler Befundübermittlung revolutionär. Radiologische Bilder wurden bis dato ausschließlich auf Film ausgedruckt und in Leuchtkästen betrachtet. Logistische und personelle Engpässe führten schließlich zu einem kreativen Ansatz:
Eine Videokamera filmte die Röntgenbilder ab, die über ISDN-Leitungen ins Befundungszentrum übertragen wurden. „Die Technik war abenteuerlich, aber sie hat funktioniert – und sie war schneller als ein Taxi“, erinnert sich Dr. Möller.
Was als Notlösung begann, wurde zum Ausgangspunkt einer der bedeutendsten Entwicklungen in der Radiologie: die Teleradiologie.

Pionierarbeit gegen Widerstände
Die Anfangszeit war geprägt von Skepsis – sowohl in Fachkreisen als auch bei Behörden. Viele Radiologen zweifelten an der Qualität der teleradiologischen Befundung, rechtliche Rahmenbedingungen waren unklar, und die Akzeptanz in der Branche gering. Doch die Initiatoren blieben überzeugt: Was medizinisch sinnvoll ist und die Patientenversorgung verbessert, darf nicht am Status quo scheitern. Heute zeigt sich, wie richtig dieser Ansatz war, denn: Ohne Teleradiologie wäre eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und wirtschaftlich effiziente Gesundheitsversorgung kaum noch zu realisieren.

Die Vorteile der Teleradiologie – ein Gewinn für Klinik, Radiologen und Patienten

1. Medizinische Qualität auch in ländlichen Regionen
Dank teleradiologischer Vernetzung können gerade kleinere Krankenhäuser in ländlichen Regionen ihre radiologische Versorgung sicherstellen – auch nachts, an Wochenenden oder Feiertagen.

2. Höhere Versorgungsqualität für Notfallpatienten
Schlaganfall- oder Polytrauma-Patienten profitieren von einer sofortigen CT-Diagnostik und schnellen Befundung durch Experten – unabhängig von der physischen Anwesenheit eines Radiologen.

3. Stärkung der Krankenhäuser
Mehr behandelte Fälle erhöhen nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Attraktivität des Standorts für Rettungsdienste.

4. Entlastung der Radiologen vor Ort
Nacht- und Wochenenddienste lassen sich auslagern – ein wichtiger Faktor für Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

5. Mehr Expertise durch große Netzwerke
In großen Teleradiologieverbünden stehen Spezialisten für seltene oder komplexe Fragestellungen rund um die Uhr zur Verfügung. Doppeluntersuchungen werden vermieden, Zweitmeinungen sind schnell verfügbar.

Sicherheit & Technik: Teleradiologie auf höchstem Niveau
Zwei Aspekte, die bei der Teleradiologie zwar schon immer eine wichtige Rolle gespielt, in den vergangenen 25 Jahren aber noch einmal enorme Fortschritte gemacht haben, sind die Themen „Sicherheit“ und „Technik“:

  • Übergang von ISDN zu modernen DICOM-Standards
  • Einsatz verschlüsselter VPN-Verbindungen und komplexer Firewall-Strukturen
  • 24/7-überwachte Rechenzentren

Bei reif & möller arbeiten wir zu dem mit:

  • doppelt angelegten Systemen und automatisierten Konstanzprüfungen
  • einem 24/7 überwachten Rechenzentrum
  • einer selbstgehosteten Private Cloud und umfassendem IT-Support

Individuelle Lösungen statt starrer Standards
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert sich nicht einheitlich. Während einige Kliniken bereits vollständig digital arbeiten, existieren andernorts noch analoge Strukturen. Deshalb setzt reif & möller auf modulare und skalierbare Teleradiologie-Lösungen: Vom einfachen Bildtransfer über Fax bis zur vollständigen HL7-Integration in moderne KIS-Landschaften. „Wir holen die Kliniken da ab, wo sie stehen – analog oder digital, klein oder groß“, erklärt Dr. Möller.