Glossar: Fachbegriffe der Teleradiologie und Radiologie
Unser Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe rund um Teleradiologie, radiologische Befundung und klinische IT-Systeme – verständlich, praxisnah und aus über 25 Jahren Erfahrung im Aufbau teleradiologischer Netzwerke. Von DICOM und HL7 über PACS und RIS bis hin zu KI in der Radiologie: Hier finden Klinikentscheider, IT-Verantwortliche und Radiolog:innen kompakte Erklärungen mit direktem Bezug zum Klinikalltag. Alle Einträge sind alphabetisch sortiert und verlinken auf ausführliche Erklärseiten mit Praxisbezug.
Alle Begriffe 29
Anbieterwechsel
Ein Anbieterwechsel in der Teleradiologie bedeutet, dass eine Klinik die externe Befundung von ihrem bisherigen auf einen neuen Partner überträgt. …
Befundzeit
Die Befundzeit (auch: Turnaround Time/TAT) bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Eingang der radiologischen Aufnahmen beim Befunder und der …
CT-Befundung
Die CT-Befundung ist die fachärztliche Analyse und Interpretation von Computertomographie-Aufnahmen mit anschließender Erstellung eines …
DICOM
DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine) ist der internationale Standard für Speicherung, Übertragung und Austausch medizinischer …
Doppelbefundung
Bei der Doppelbefundung werden radiologische Aufnahmen unabhängig von zwei Fachärzt:innen ausgewertet. Sie ist ein zentrales …
Fachkunde Strahlenschutz
Die Fachkunde im Strahlenschutz ist die gesetzlich geforderte Qualifikation für Ärzte, die ionisierende Strahlung anwenden, befunden oder die …
Gateway (Teleradiologie-Gateway)
Ein Teleradiologie-Gateway ist eine Hardware- oder Softwarekomponente im Netzwerk der Klinik, über die Bilddaten und Befunde zwischen Klinik und …
Genehmigungsverfahren
Ein Genehmigungsverfahren ist ein behördliches Verfahren, in dem geprüft wird, ob eine geplante Tätigkeit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. …
HL7 Schnittstelle
HL7 (Health Level Seven) ist ein internationaler Standard für den Austausch medizinischer und administrativer Daten zwischen IT-Systemen im …
KI in der Medizin
KI in der Medizin bezeichnet den Einsatz von Algorithmen und maschinellem Lernen zur Unterstützung medizinischer Entscheidungen – von der Bildanalyse …
KI in der Radiologie
KI in der Radiologie bezeichnet Software, die medizinische Bilddaten wie Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen automatisch auswertet. Sie markiert …
KIS (Krankenhausinformationssystem)
Ein Krankenhausinformationssystem (KIS) ist die zentrale Software zur Verwaltung aller klinischen und administrativen Patientendaten eines …
MRT-Befundung
MRT-Befundung ist die fachärztliche Auswertung von Aufnahmen der Magnetresonanztomographie. Radiolog:innen beurteilen die Schnittbilder, beschreiben …
MTRA
MTRA (Medizinisch-technische Radiologieassistent:innen, seit 2023 offiziell „Medizinische Technolog:innen für Radiologie“ / MT-R) sind Fachkräfte, …
Niedrigdosis-CT (NDCT)
Die Niedrigdosis-CT (NDCT, auch Low-Dose-CT/LDCT) ist ein CT-Verfahren mit deutlich reduzierter Strahlenbelastung. Die Technik kommt in der …
Notfallradiologie
Notfallradiologie ist der Teil der Radiologie, der sich mit der Bildgebung bei akuten Erkrankungen und Verletzungen befasst. Dazu gehören vor allem …
Outsourcing radiologischer Leistungen
Outsourcing radiologischer Leistungen bedeutet, dass eine Klinik oder Praxis Teile der Radiologie an einen externen Dienstleister vergibt. Meist …
PACS (Picture Archiving and Communication System)
PACS (Picture Archiving and Communication System) ist ein digitales System zur Speicherung, Verwaltung und Verteilung medizinischer Bilddaten. Es …
Qualifikation Teleradiologie
Wer in der Teleradiologie befundet, benötigt Approbation, Facharzttitel und eine gültige Fachkundebescheinigung im Strahlenschutz – dieselben …
Radiologische Befundung
Radiologische Befundung ist die systematische Auswertung bildgebender Untersuchungen durch Fachärzt:innen für Radiologie. Der Befund dokumentiert …
Radiologische Zweitmeinung
Eine radiologische Zweitmeinung ist die unabhängige Zweitbefundung radiologischer Bildgebung durch einen weiteren Facharzt. Sie dient der …
Rechtfertigende Indikation
Die rechtfertigende Indikation ist die gesetzlich vorgeschriebene ärztliche Entscheidung, dass eine Untersuchung mit ionisierender Strahlung …
RIS (Radiologieinformationssystem)
Ein Radiologieinformationssystem (RIS) ist eine Spezialsoftware zur Verwaltung aller Arbeitsabläufe in der Radiologie. Es steuert Terminplanung, …
Schlaganfalldiagnostik
Schlaganfalldiagnostik umfasst alle Untersuchungen, mit denen Ärzt:innen bei Verdacht auf einen Schlaganfall Ursache und Ausmaß klären. Im …
SLA (Service Level Agreement)
Ein Service Level Agreement (SLA) ist eine vertragliche Vereinbarung, in der ein Dienstleister messbare Leistungszusagen gegenüber seinem Kunden …
Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)
Die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) konkretisiert das Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) und regelt die Anforderungen an den Einsatz ionisierender …
Telemedizin
Telemedizin umfasst alle medizinischen Leistungen, die unter Einsatz digitaler Kommunikationstechnologien über räumliche Distanz erbracht werden. …
Vertretungssicherheit
Vertretungssicherheit bedeutet, dass eine vereinbarte Arbeitsleistung auch dann erbracht wird, wenn einzelne Personen ausfallen, etwa durch …
Was ist Teleradiologie?
Teleradiologie ist die Untersuchung eines Menschen mit Röntgenstrahlung unter der Verantwortung einer Ärztin oder eines Arztes, die sich nicht am Ort …
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Warum ein Glossar zur Teleradiologie und Radiologie?
Die Teleradiologie hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten von einer Nischenlösung für den Nachtdienst zu einem zentralen Baustein moderner radiologischer Versorgung entwickelt. Begriffe wie DICOM, HL7, PACS, RIS oder KI-Befundung tauchen heute in jedem Lastenheft, in jeder IT-Ausschreibung und in jedem Beschaffungsprojekt auf – doch nicht jeder Klinikentscheider, Geschäftsführer oder Leiter Medizintechnik kennt die genauen Definitionen, Schnittstellen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die hinter diesen Abkürzungen stehen. Genau hier setzt unser Glossar an: kompakte, praxiserprobte Erklärungen, die im Klinikalltag wirklich helfen.
Als Deutschlands erfahrenstes Teleradiologie-Netzwerk arbeiten wir seit 2000 mit Krankenhäusern aller Versorgungsstufen zusammen – vom Grundversorger über Schwerpunktversorger bis hin zu Maximalversorgern und universitären Zentren. Aus über 25 Jahren Praxis, mehreren Millionen befundeten Untersuchungen und der täglichen Zusammenarbeit mit Radiologinnen, Radiologen, MTR, IT-Abteilungen und Strahlenschutzbeauftragten wissen wir, welche Begriffe in Beratungsgesprächen, RöV-/StrlSchG-Audits und Netzwerk-Inbetriebnahmen tatsächlich erklärungsbedürftig sind. Genau diese Begriffe bilden den Kern unseres Glossars.
Für wen ist dieses Glossar gedacht?
Das Glossar richtet sich an drei Zielgruppen mit unterschiedlichen Informationsbedürfnissen. Klinikentscheider – Geschäftsführungen, Ärztliche Direktionen, Kaufmännische Leitungen – finden hier kompakte Einordnungen, um Beschaffungsentscheidungen rund um Teleradiologie, PACS-Erweiterungen oder Notfallbefundungsverträge fundiert zu treffen. IT-Verantwortliche und Medizintechnik erhalten präzise Definitionen zu Schnittstellen wie DICOM-Worklist, HL7 ORM/ORU, IHE-Profilen sowie zu Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen. Radiolog:innen, MTR und Strahlenschutzbeauftragte finden Hinweise zu Fachkunde, Doppelbefundung, CT-Befundung im Nachtdienst und den regulatorischen Rahmenbedingungen der teleradiologischen Untersuchung nach §14 StrlSchG.
Wie nutzen Sie dieses Glossar am besten?
Alle Einträge sind alphabetisch sortiert und verlinken auf ausführliche Erklärseiten mit Praxisbezug, Anwendungsbeispielen und – wo relevant – Verweisen auf die zugrundeliegenden Normen (DIN EN, IHE, IEC) sowie auf rechtliche Vorgaben (StrlSchG, StrlSchV, MPG/MPDG, DSGVO). Wir aktualisieren das Glossar laufend, sobald sich rechtliche Rahmenbedingungen ändern, neue Technologien wie KI-gestützte Befundung breit verfügbar werden oder sich Branchenstandards weiterentwickeln. Sie vermissen einen Begriff oder möchten eine bestehende Erklärung vertiefen? Sprechen Sie uns gerne an – wir freuen uns über Anregungen aus der Klinik-Praxis.

