Teleradiologie in der Maximalversorgung

Der Leitfaden für Klinikgeschäftsführung und IT-Leitung

Der Mangel an Radiolog:innen trifft auf die 24/7-Vorhaltepflicht der Notfallversorgung. Für Häuser der Maximal- und Schwerpunktversorgung ist Teleradiologie damit keine Notlösung mehr, sondern eine strukturelle Entscheidung – und sie wird nicht allein in der Radiologie getroffen. Dieser Leitfaden liefert acht prüfbare Kriterien für das Auswahlgespräch, eine nachrechenbare Modellrechnung und einen Fahrplan in fünf Phasen. 14 Seiten, kostenfrei.

Titelseite des Whitepapers „Teleradiologie auch für Maximalversorger“
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ISO 9001:2015 (TÜV SÜD) · 140+ Kliniken · eigentümergeführt seit 2000

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Was in den 14 Seiten steht

  1. Warum die Versorgungsfrage zur Führungsentscheidung wird

    Wie Fachkräftemangel, Vorhaltepflicht und Wirtschaftlichkeitsdruck zusammenwirken – und warum die Entscheidung Geschäftsführung, IT-Leitung, ärztliche Leitung und Einkauf gemeinsam betrifft.

  2. Der rechtliche Rahmen in der Praxis

    Welche Pflichten bei der Klinik bleiben, welche Rolle die Vor-Ort-Präsenz spielt und was ein Anbieter davon nicht übernehmen kann.

  3. Anbieter-Check mit acht Kriterien

    Jedes Kriterium mit konkreten Prüffragen für das Auswahlgespräch, nach Priorität geordnet.

  4. Technische Integration

    Anbindung an KIS, RIS und PACS über DICOM, HL7 und FHIR; was eine Gateway-Architektur leistet und warum die Anbindung in 4 bis 8 Wochen realistisch ist.

  5. Wirtschaftlichkeit, nachrechenbar

    Modellrechnung für ein Haus mit 400 Betten nach der Systematik einer Kosten-Nutzen-Analyse von Droege & Comp., fortgeschrieben auf aktuelle Tarifwerte.

  6. Fahrplan in fünf Phasen

    Von der Bedarfsanalyse bis zum Regelbetrieb, mit den Entscheidungen, die in jeder Phase anstehen.

  7. Förderfähigkeit

    Was der Krankenhaus-Transformationsfonds für telemedizinische Vernetzung vorsieht.

  8. Checkliste zum Mitnehmen

    Die acht Kriterien als Prüfliste für das nächste Auswahlgespräch.

Ein Blick ins Whitepaper

Vorschau Seite 8: Technische Integration
Vorschau Seite 9: Der teleradiologische Workflow
Vorschau Seite 10: Das ROI-Modell

Worauf es bei der Anbieterwahl ankommt

Teleradiologie-Angebote unterscheiden sich weniger im Preis als in der Belastbarkeit. Die folgenden acht Kriterien ordnen, was im Auswahlgespräch tatsächlich geprüft gehört. Die ersten drei entscheiden darüber, ob eine Kooperation die Versorgung auch im Ernstfall trägt.

1. Schichtkapazität und Vertretungssicherheit

Entscheidend ist nicht, wie viele Fachärzt:innen ein Anbieter insgesamt beschäftigt, sondern wie viele davon regelhaft pro Schicht befunden. Erst diese Zahl zeigt, ob das Netzwerk eine Lastspitze trägt – besonders dann, wenn mehrere Kliniken gleichzeitig betroffen sind.

2. Ausfallsicherheit der Anbindung

Eine Teleradiologie, die bei einer Störung der Internetverbindung stillsteht, ist in der Notfallversorgung keine Option. Eine redundante Architektur mit lokal gepuffertem Gateway hält die Befundung aufrecht, während eine reine Cloud-Anbindung an einer einzigen Leitung hängt.

3. Integrationstiefe und Integrationstempo

Die Frage ist nicht, ob ein Anbieter KIS, RIS und PACS anbinden kann, sondern welche Systeme er nachweislich schon angebunden hat – über DICOM, HL7 und FHIR. Eine vertraglich zugesagte Anbindungszeit von 4 bis 8 Wochen trennt belastbare Zusagen von Absichtserklärungen.

4. Qualitätssicherung und Zertifizierung

Ein extern zertifiziertes Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015 macht Prozesse prüfbar, die sonst Behauptung bleiben. Dazu gehört, wie Zweitmeinungen, Fallkonferenzen und die Dokumentation der QS-Prozesse organisiert sind.

5. Subspezialisierung und fachliche Breite

Dokumentiert belegte Schwerpunkte – Zertifikate, Diplome – erlauben es, bei Bedarf gezielt Organ- oder Fachexpertise anzufragen. Das ist eine Absicherung für komplexe Fälle und ersetzt die Schichtkapazität aus Kriterium 1 nicht.

6. KI-Unterstützung

Entscheidend ist, wie KI eingebunden ist: Untersucht sie parallel zu den Teleradiolog:innen, bleibt die ärztliche Letztverantwortung unberührt. Aufschlussreich ist auch, seit wann das System im Routineeinsatz steht – und nicht nur im Pilotbetrieb.

7. Erfahrung und Unternehmensstabilität

Teleradiologie ist ein Kooperationsmodell auf Jahre: Genehmigung, Anbindung und eingespielte Abläufe binden beide Seiten langfristig. Neben der Frage, was ein Anbieter heute leisten kann, gehört deshalb die Frage auf den Tisch, was dafür spricht, dass er es in fünf Jahren noch tut.

8. Transparenz und Reporting

Vertraglich zugesagte Service-Level sind nur so viel wert wie ihre Berichterstattung. Dokumentierte Befundübermittlung, feste Ansprechpartner:innen und klare Eskalationswege zeigen, ob ein Anbieter auf den Regelbetrieb eingerichtet ist.

Das Whitepaper liefert zu jedem Kriterium die konkreten Prüffragen für das Auswahlgespräch – als Checkliste zum Mitnehmen.

Der Autor

Dr. med. Torsten Möller, Vorstand der reif & möller diagnostic-network ag

Dr. med. Torsten Möller

Facharzt für Radiologie · Vorstand und Mitgründer der reif & möller diagnostic-network ag · Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Teleradiologie e. V. (DGTR)

Dr. med. Torsten Möller hat im Jahr 2000 das erste Teleradiologie-Netzwerk Deutschlands mitgegründet und begleitet seither die Einführung teleradiologischer Versorgung in Kliniken aller Versorgungsstufen. Als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Teleradiologie wirkt er an der fachlichen Weiterentwicklung des Felds mit.

„Ob eine Teleradiologie-Kooperation die Maximalversorgung trägt, entscheidet sich nicht am Preis pro Befund. Es entscheidet sich an der Schichtkapazität und an einer Anbindung, die auch bei Netzstörungen befundungsfähig bleibt.“

Dr. med. Torsten Möller

140+

Kliniken

70+

Fachärzt:innen

218.000+

Befunde pro Jahr

ISO 9001:2015

TÜV SÜD

seit 2000

eigentümergeführt

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Was unsere Kunden sagen

Seit über 13 Jahren erleben wir eine außergewöhnlich zuverlässige und konstante Zusammenarbeit – Nacht für Nacht, an Wochentagen ebenso wie an Wochenenden und Feiertagen. Diese Leistung ist das Ergebnis von persönlichem Engagement, einer durchdachten, zukunftsorientierten Konzeption und hoher technischer sowie organisatorischer Kompetenz. Gerade in Zeiten, in denen die Zahl der Untersuchungen kontinuierlich steigt, während gleichzeitig immer weniger qualifizierte Fachkräfte verfügbar sind, ist Ihr Beitrag unverzichtbar geworden. Sie überbrücken diese Kluft mit fachlicher Präzision und großem Verantwortungsbewusstsein.

Dr. Christoph RozeikChefarzt Radiologie, Kliniken des Landkreises Lörrach

Wir setzen seit 2015 auf die Expertise von reif & möller – Netzwerk für Teleradiologie. Durch die Zusammenarbeit können wir unseren Patientinnen und Patienten an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr eine CT-Diagnostik anbieten und damit die Versorgungssicherheit auch für unseren ländlichen Raum gewährleisten. Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit von Dr. Möller und seinem Team! Die Qualität der Befundung ist hoch, die Zeitdauer bis zur Befundvorlage sehr gering. Die Kommunikation mit den durchweg kompetenten Mitarbeitern des Netzwerks ist unkompliziert und funktioniert in allen Bereichen reibungslos, was stets zu schnellen Lösungen und Ergebnissen führt.

Prof. Dr. med. Henrik UllrichChefarzt Zentrum für Radiologie, COLLM KLINIK OSCHATZ GmbH, Oschatz

Häufige Fragen

An erster Stelle steht die Schichtkapazität: Wie viele Fachärzt:innen befunden regelhaft pro Schicht und wie sind Vertretungen bei Ausfall geregelt. Erst danach folgen Ausfallsicherheit der Anbindung und Integrationstiefe. Qualitätssicherung, fachliche Breite, KI-Einbindung, Unternehmensstabilität und Reporting runden die Prüfung ab.

Bei erfahrenen Anbietern liegt die Anbindung zwischen 4 und 8 Wochen, abhängig von den vorhandenen Systemen und der Mitwirkung des KIS- beziehungsweise RIS-Herstellers. Entscheidend ist, ob diese Zeitspanne vertraglich zugesagt wird und welche Systeme bereits nachweislich angebunden wurden.

Die Verantwortung für die Versorgung bleibt beim Krankenhaus. Dazu gehört insbesondere die erforderliche ärztliche Präsenz vor Ort – Teleradiologie ergänzt sie, ersetzt sie aber nicht. Welche Anforderungen im Einzelnen gelten, hängt vom Bundesland und von der jeweiligen Genehmigung ab; das Whitepaper stellt den Rahmen sinngemäß dar.

Das hängt davon ab, wie stark die radiologische Rufbereitschaft tatsächlich in Anspruch genommen wird. Das Whitepaper rechnet den Fall für ein Haus mit 400 Betten durch: Kapazitätsbedarf in Stunden, bewertet mit aktuellen Tarifwerten, gegengerechnet gegen teleradiologische Befundung samt verbleibender Koordination und Qualitätssicherung.

Ein Gateway puffert Daten lokal in der Klinik und hält die Übertragung auch dann aufrecht, wenn die Verbindung kurzzeitig ausfällt. Eine reine Cloud-Anbindung hängt dagegen an der Verfügbarkeit der Leitung. Für die Notfallversorgung ist dieser Unterschied erheblich.

Der Krankenhaus-Transformationsfonds sieht Mittel für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur und die telemedizinische Vernetzung vor. Ob ein konkretes Vorhaben förderfähig ist, entscheidet sich im Antragsverfahren des jeweiligen Bundeslandes. Das Whitepaper ordnet ein, worauf dabei zu achten ist.

Lieber gleich ins Gespräch?

Wenn Sie wissen möchten, was Teleradiologie konkret für Ihr Haus bedeutet – Kapazitätsbedarf, technische Voraussetzungen, Zeitplan –, sprechen wir darüber. Ein erstes Gespräch dauert eine halbe Stunde und ist unverbindlich.

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