KI in der Radiologie: Wo steht die Branche – und wie bleibt reif & möller am Ball?
Wie lassen sich KI-Anwendungen sauber, sicher und einheitlich in bestehende Systeme integrieren? Welche Standards braucht es über DICOM hinaus? Und wie verändert Künstliche Intelligenz die radiologische Befundung im Alltag? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des aktuellen Fachartikels „Wege zur standardisierten KI-Radiologie" im RadMag 1-2026.
Dr. Torsten Möller im Expertengespräch
Im Rahmen der Online-Veranstaltungsreihe „Zukunft Teleradiologie" diskutierten renommierte Fachleute aus Radiologie, Wissenschaft und IT über den aktuellen Stand der KI-Integration. Dr. Torsten Möller, Radiologe und Vorstand von reif & möller – Netzwerk für Teleradiologie, war als Experte Teil dieses Austauschs. Im RadMag-Artikel kommt er direkt zu Wort: Er spricht über die Herausforderungen der Interoperabilität, die Bedeutung von KI-Statusinformationen im PACS/RIS und die finanziellen Realitäten, mit denen Krankenhäuser bei der KI-Integration konfrontiert sind.
Seine Einschätzung bringt es auf den Punkt: Interoperabilität ist kein technisches Detail, sondern ein entscheidender Faktor für die Zukunft der Teleradiologie – auch wenn die Refinanzierung für viele Häuser noch eine reale Hürde darstellt.
Was ist „Zukunft Teleradiologie"?
„Zukunft Teleradiologie" ist eine Online-Veranstaltungsplattform für alle, die sich für Teleradiologie, radiologische Befundung und deren Weiterentwicklung interessieren – insbesondere durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Initiative wurde von Dr. Torsten Möller gemeinsam mit Dr. Uwe Engelmann (NEXUS/CHILI) und Detlef Hans Franke (FuP Kommunikation) ins Leben gerufen.
Das Ziel: einen regelmäßigen, strukturierten Austausch zwischen Entwicklern, Anwendern und Wissenschaft zu ermöglichen. Mit namhaften Referenten aus Klinik, Forschung und Industrie greift die Reihe die Themen auf, die die Branche wirklich bewegen – von KI-Standards und Foundation Models bis hin zu praktischen Integrationslösungen.
Für reif & möller ist diese Initiative mehr als eine Plattform: Sie ist Ausdruck unseres Anspruchs, Teleradiologie nicht nur anzubieten, sondern aktiv weiterzuentwickeln.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem RadMag-Artikel
Der Artikel beleuchtet, wo KI in der Radiologie heute steht – und wo noch erheblicher Handlungsbedarf besteht:
-
Foundation Models als nächste Evolutionsstufe:
Multimodale KI-Systeme, die Bilder und Text kombiniert verarbeiten, rücken in den Fokus – mit großem Potenzial, aber regulatorischen Herausforderungen. -
Standardisierung als Schlüssel:
IHE- und HL7-Standards sowie Initiativen wie der European Health Data Space sind die Grundlage für echte Interoperabilität – bis 2027/2031 werden neue Anforderungen verpflichtend. -
Praxisintegration entscheidet:
Ob KI im Klinikalltag wirklich Mehrwert bringt, hängt nicht nur vom Algorithmus ab, sondern davon, wie nahtlos er in PACS, RIS und KIS eingebettet ist. -
Finanzierung bleibt Herausforderung:
KI-Systeme rechnen sich heute kaum über Vergütungsstrukturen – eine Ausnahme bildet das Lungenkrebsscreening, das als Treiber der vernetzten Radiologie gilt.
Teleradiologie und KI – unser Ansatz
Bei reif & möller ist KI-Unterstützung bei der Befundung bereits fester Bestandteil unseres täglichen Workflows. KI priorisiert kritische Befunde und unterstützt unsere Fachärzte – die abschließende Diagnose liegt immer beim Radiologen. Dieses Zusammenspiel aus Technologie und ärztlicher Expertise ist für uns kein Trend, sondern gelebte Praxis.
Der Austausch in Formaten wie „Zukunft Teleradiologie" hilft uns dabei, neue Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und unsere Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln – im Interesse unserer mehr als 140 Partnerkliniken in Deutschland.
Zum vollständigen Artikel im RadMag 1-2026: Jetzt lesen