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Wenn KI die Führung übernimmt… – Ethische und rechtliche Herausforderungen beim Einsatz von KI in der Radiologie
Am Donnerstag, 17. September 2026, von 15:00 bis 17:00 Uhr, diskutieren ein Medizinethiker und ein Fachanwalt für Medizinrecht, wie viel Entscheidung Künstlicher Intelligenz in der Radiologie überlassen werden darf. Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Radiologinnen und Radiologen, Klinikleitungen sowie an IT- und Datenschutzverantwortliche.

Wie viel Entscheidung dürfen wir Künstlicher Intelligenz überlassen?
Wie transparent müssen KI-Systeme sein? Und wer trägt die Verantwortung, wenn ein Algorithmus einen Fehler macht?
Diese Fragen gewinnen mit dem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medizin und insbesondere in der Radiologie an Bedeutung. KI unterstützt bereits heute bei der Befundung, erkennt Auffälligkeiten, priorisiert Untersuchungen und wird zunehmend in medizinische Entscheidungsprozesse eingebunden.
In der Teleradiologie ist das längst Alltag. In unserem Netzwerk untersucht KI seit 2022 routinemäßig parallel zu den Teleradiologinnen und Teleradiologen, heute bei rund 95 Prozent aller Untersuchungen. Die Entscheidung über den Befund bleibt dabei ärztlich.
| Titel | „Wenn KI die Führung übernimmt …“ Ethische und rechtliche Herausforderungen beim Einsatz von KI in der Radiologie |
| Termin | Donnerstag, 17. September 2026, 15:00 bis 17:00 Uhr |
| Format | Online-Veranstaltung, Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich |
| Referenten | Dr. Roman Wagner (DRZE, Universität Bonn) und Prof. Dr. Bernd Halbe (Fachanwalt für Medizinrecht) |
| Zielgruppe | Radiologinnen und Radiologen, Klinik- und Abteilungsleitungen, MTR, IT und Datenschutz |
| Reihe | „Zukunft Teleradiologie“, initiiert von reif & möller, NEXUS/CHILI und FuP Kommunikation |
| Anmeldung | zukunft-teleradiologie/veranstaltung/ethik/ |
Was technisch möglich ist, ist nicht automatisch rechtlich zulässig
Doch was technisch möglich ist, ist nicht automatisch medizinisch sinnvoll, ethisch vertretbar oder rechtlich zulässig. Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von KI in der Radiologie stellen sich daher grundlegende Fragen zu Ethik, Recht und ärztlicher Verantwortung.
Nach § 5 Absatz 38 Strahlenschutzgesetz findet eine teleradiologische Untersuchung unter der Verantwortung eines fachkundigen Arztes statt, auch wenn dieser nicht am Ort der Untersuchung ist. Diese Verantwortung kann ein Algorithmus nach geltendem Recht nicht übernehmen. Offen ist, wie weit die ärztliche Prüfpflicht reicht, wenn ein KI-System einen Befundvorschlag liefert, und wer haftet, wenn dieser Vorschlag falsch ist.
Wie bleibt die ärztliche Verantwortung gewahrt? Was bedeutet der Einsatz von KI für die Autonomie und das Vertrauen der Patientinnen und Patienten? Und wo müssen klare Grenzen gezogen werden?
Online-Veranstaltung zu KI, Ethik und Medizinrecht
Diesen und vielen weiteren Fragen widmen wir unsere kostenfreie Online-Veranstaltung „Wenn KI die Führung übernimmt … Ethische und rechtliche Herausforderungen beim Einsatz von KI in der Radiologie“ am Donnerstag, 17. September 2026, von 15:00 bis 17:00 Uhr.
Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Ethik und Medizinrecht diskutieren wir die Chancen und Grenzen von KI in der Medizin und die Frage, wie eine verantwortungsvolle KI-gestützte Radiologie gestaltet werden kann.
Unsere Referenten

Dr. Roman Wagner, Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE), Universität Bonn. Seine Schwerpunkte sind Medizinethik, Künstliche Intelligenz und Patientenautonomie.

Prof. Dr. Bernd Halbe, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht, Honorarprofessor an der Universität zu Köln, Justiziar mehrerer Verbände. Er berät unter anderem zu Datenschutz, KI im Gesundheitswesen und zur Teleradiologie.
Teil der Reihe „Zukunft Teleradiologie“
Die Veranstaltung findet online und kostenfrei statt und ist Teil der Veranstaltungsreihe „Zukunft Teleradiologie“, die wir von reif & möller gemeinsam mit NEXUS/CHILI und FuP Kommunikation vor fünf Jahren initiiert haben. Seitdem greift die Reihe Themen auf, die Radiologie, IT und Medizinrecht miteinander verbinden, von der Genehmigungspraxis bis zur KI-gestützten Befundung.
Jetzt kostenfrei anmelden
Melden Sie sich jetzt kostenfrei an. Wir freuen uns auf Sie: zukunft-teleradiologie.de/veranstaltung/ethik
Häufig gestellte Fragen zur Veranstaltung
Wann findet die Veranstaltung statt?
Am Donnerstag, 17. September 2026, von 15:00 bis 17:00 Uhr. Die Veranstaltung findet online statt und dauert zwei Stunden.
Was kostet die Teilnahme?
Die Teilnahme ist kostenfrei. Erforderlich ist eine Anmeldung über zukunft-teleradiologie.de. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail.
Wer trägt die Verantwortung, wenn eine KI in der Radiologie einen Fehler macht?
Die Verantwortung für den Befund liegt beim befundenden Arzt. In der Teleradiologie wird die Untersuchung nach § 5 Absatz 38 Strahlenschutzgesetz unter der Verantwortung eines fachkundigen Arztes durchgeführt, auch wenn dieser nicht am Ort der Untersuchung ist. KI-Systeme unterstützen die Befundung, die Entscheidung trifft der Arzt. Wie weit die ärztliche Prüfpflicht im Einzelfall reicht, gehört zu den Fragen, die wir am 17. September diskutieren.
Setzt reif & möller selbst KI in der Befundung ein?
Ja. In unserem Netzwerk untersucht KI seit 2022 routinemäßig parallel zu den Teleradiologinnen und Teleradiologen, heute bei rund 95 Prozent aller Untersuchungen. Die abschließende Entscheidung über den Befund bleibt ärztlich.
Was ist die Reihe „Zukunft Teleradiologie“?
Eine Veranstaltungsreihe, die reif & möller gemeinsam mit NEXUS/CHILI und FuP Kommunikation vor fünf Jahren initiiert hat. Sie behandelt Themen an der Schnittstelle von Radiologie, IT und Medizinrecht.
