Die MRT erzeugt Bilder mit Magnetfeldern und Radiowellen. Sie stellt Weichteile besonders kontrastreich dar und ist deshalb bei vielen Fragestellungen an Gehirn, Rückenmark, Gelenken, Prostata oder Herz das Verfahren der Wahl. Eine Untersuchung umfasst meist mehrere Sequenzen mit Hunderten von Einzelbildern, die in verschiedenen Ebenen und Gewichtungen beurteilt werden.

Entsprechend hoch ist der fachliche Anspruch. Für einzelne Körperregionen haben sich eigene Schwerpunkte entwickelt, etwa die muskuloskelettale Radiologie für Gelenke und Wirbelsäule oder die kardiale Bildgebung. Für bestimmte Untersuchungen vergeben Fachgesellschaften zusätzlich Qualitätszertifikate, zum Beispiel für die Prostata-MRT.

Rechtlich unterscheidet sich die MRT-Befundung von Röntgen und CT: Da keine ionisierende Strahlung eingesetzt wird, entfällt die Genehmigung nach § 12 Abs. 1 Nr. 4 StrlSchG. Anforderungen an Datenschutz, Bildqualität und fachärztliche Qualifikation gelten trotzdem.

Bei reif & möller befunden Fachärzt:innen mit ausgewiesenen Schwerpunkten: mindestens 13 in der kardialen Bildgebung, 11 mit Q-Zertifizierung für die Prostata-MRT und 8 in der muskuloskelettalen Radiologie, davon 3 mit Diplom der DGMSR. Komplexe Fälle werden über die rund um die Uhr erreichbare IT gezielt an Radiolog:innen mit passender Expertise übergeben.

In der Praxis

  • Knie-MRT nach einer Sportverletzung: Eine Radiologin mit muskuloskelettalem Schwerpunkt beurteilt Menisken, Kreuzbänder und Knorpel.
  • Prostata-MRT bei erhöhtem PSA-Wert: Die Befundung erfolgt strukturiert nach PI-RADS durch eine Radiologin mit Q-Zertifizierung.
  • MRT außerhalb der Regeldienstzeit: Die Klinik lässt die Aufnahme extern befunden, ohne zusätzliches Genehmigungsverfahren.

Warum ist das für Kliniken relevant?

  • Fachliche Tiefe: Die Qualität eines MRT-Befunds hängt stark von der Erfahrung mit der jeweiligen Körperregion ab.
  • Weniger Verwaltungsaufwand: Für die externe MRT-Befundung ist keine Genehmigung nach dem Strahlenschutzgesetz erforderlich.
  • Bessere Auslastung: Vorhandene MRT-Kapazitäten lassen sich nutzen, auch wenn die eigenen Radiolog:innen ausgelastet sind.