Niedrigdosis-CT: Strahlenreduzierte Computertomographie

Die Niedrigdosis-CT (NDCT, auch Low-Dose-CT/LDCT) ist ein CT-Verfahren mit deutlich reduzierter Strahlenbelastung. Die Technik kommt in der Radiologie in verschiedenen Bereichen zum Einsatz, etwa bei der Nierenstein- oder Nasennebenhöhlendiagnostik. Die größte aktuelle Relevanz für Kliniken liegt jedoch im Lungenkrebsscreening: Seit April 2026 ist die NDCT die Grundlage des nationalen Screenings und Kassenleistung für Risikopatient:innen im Alter von 50–75 Jahren.

Was ist eine Niedrigdosis-CT?

Bei der Niedrigdosis-CT wird die Strahlendosis gegenüber einer konventionellen CT erheblich reduziert. Laut Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung darf der Volumen-CT-Dosisindex (CTDIvol) nicht größer als 1,3 Milligray sein.

Das NDCT-Verfahren ermöglicht die Früherkennung von Lungenkrebs bei Hochrisikopersonen (starke Raucher:innen, 50–75 Jahre, ≥15 Packungsjahre). Der G-BA hat im Juni 2025 das Lungenkrebsscreening per NDCT als Kassenleistung beschlossen, seit April 2026 ist es verfügbar.

Die NDCT-Befundung erfordert spezifische Qualifikationen: Radiologen müssen eine Fortbildung im Bereich Lungenkrebsfrüherkennung nachweisen und eine entsprechende Genehmigung zur Teilnahme am Screening besitzen. Bei auffälligen Befunden ist eine Zweitbefundung durch spezialisierte Radiolog:innen verpflichtend.

KI spielt bei der NDCT-Auswertung eine wachsende Rolle: Algorithmen unterstützen die Detektion verdächtiger Lungenrundherde und die Qualitätssicherung der Bildgebung.

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Praxis & Relevanz

In der Praxis:

  • Lungenkrebsscreening: NDCT-Aufnahmen werden teleradiologisch befundet
  • Zweitbefundung: Bei auffälligen Befunden erfolgt die Weiterleitung an spezialisierte Lungenzentren
  • KI-Unterstützung: Automatische Detektion von Lungenrundherden und Priorisierung auffälliger Befunde

Warum relevant für Kliniken:

  • NDCT ist seit April 2026 Kassenleistung – Kliniken können mit steigenden Screening-Volumina rechnen
  • Die Befundung erfordert spezifische, vom G-BA festgelegte Qualifikationen – nicht jede Klinik verfügt über entsprechend zertifizierte Radiolog:innen
  • Teleradiologie ermöglicht die Teilnahme am Screening auch ohne eigene Screening-Radiolog:innen

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