In der Notaufnahme bestimmt die Bildgebung oft den nächsten Schritt: Lyse oder Thrombektomie beim Schlaganfall, Operation bei einer inneren Blutung, Gerinnungshemmung bei einer Lungenembolie. Die Computertomographie ist dafür das zentrale Verfahren, weil sie rund um die Uhr verfügbar ist und in kurzer Zeit große Körperregionen abbildet. Ergänzend kommen Röntgen, Ultraschall und in ausgewählten Fällen die MRT zum Einsatz.
Kennzeichnend für die Notfallradiologie ist die Priorisierung. Nicht jeder Fall ist gleich dringend, und kritische Befunde müssen das behandelnde Team ohne Umweg erreichen. Viele Kliniken legen deshalb fest, welche Befunde zusätzlich telefonisch übermittelt werden.
Gerade nachts und am Wochenende ist in vielen Häusern keine Radiologin und kein Radiologe vor Ort. Hier sichert Teleradiologie die Befundung: Die Untersuchung läuft in der Klinik, die Auswertung übernehmen Fachärzt:innen im teleradiologischen Dienst. Bei reif & möller wertet zusätzlich eine KI fast jede Untersuchung parallel aus und hilft, kritische Fälle früher zu erkennen. Zeitkritische Diagnosen wie ein Gefäßverschluss oder eine Hirnblutung gehen telefonisch direkt an die behandelnden Neurolog:innen.
In der Praxis
- Verdacht auf Schlaganfall: Ein CT des Kopfes schließt eine Blutung aus, eine CT-Angiografie sucht nach einem verschlossenen Gefäß.
- Schwerverletzte Person nach einem Verkehrsunfall: Ein Ganzkörper-CT im Schockraum zeigt alle relevanten Verletzungen, der Befund ist nach Dringlichkeit gegliedert.
- Atemnot und Brustschmerz in der Nacht: Eine CT-Angiografie der Lungengefäße klärt den Verdacht auf eine Lungenembolie.
Warum ist das für Kliniken relevant?
- Behandlungsentscheidung: Viele Notfallpfade beginnen mit der Bildgebung. Ohne Befund ist keine gezielte Therapie möglich.
- Personalplanung: Eine notfallradiologische Bereitschaft rund um die Uhr ist mit eigenem Personal schwer abzudecken.
- Kommunikation: Klare Meldewege für kritische Befunde gehören ebenso zur Qualität wie die Befundung selbst.
