Ein Gateway kann als eigenes Gerät (physisch) oder als virtuelle Maschine auf der Serverinfrastruktur der Klinik betrieben werden. Es sitzt zwischen den lokalen Systemen, also Modalitäten, PACS, RIS und KIS, und der verschlüsselten Verbindung zum Teleradiologie-Partner. Die Aufnahmen werden im DICOM-Format übertragen, Befunde laufen je nach Anbindung als Dokument oder über eine HL7-Schnittstelle zurück.
Der wesentliche Unterschied zu rein cloudbasierten Lösungen ist die lokale Datenhaltung. Weil Befunde auch auf dem Gateway gespeichert werden, bleiben sie einsehbar, wenn das KIS ausfällt oder die Internetverbindung gestört ist. Je nach Ausstattung übernimmt das Gateway weitere Aufgaben, etwa automatische Konstanzprüfungen der Bildqualität nach DIN 6868-157 oder den automatischen Ausdruck eingehender Befunde.
Für Kliniken zählt das vor allem im Nacht- und Wochenenddienst, wenn wenig IT-Personal im Haus ist. Ob ein Gateway sinnvoll ist, hängt vom Anbindungsmodell und der vorhandenen IT-Infrastruktur ab. Bei reif & möller wird das Gateway je nach Modell physisch oder virtuell installiert.
In der Praxis
- KIS-Ausfall in der Nacht: Der Befund zum Schädel-CT ist auf dem Gateway abrufbar, die Behandlung geht ohne Verzögerung weiter.
- Automatischer Befunddruck: Eingehende Befunde werden direkt auf Station ausgedruckt, ohne manuellen Abruf.
- Nachweis der Bildqualität: Konstanzprüfungen laufen automatisiert und liefern Nachweise für Behörde und Sachverständige.
Warum ist das für Kliniken relevant?
- Ausfallsicherheit: Befunde bleiben auch bei IT-Störungen verfügbar.
- Weniger Handarbeit im Dienst: Druck und Bereitstellung der Befunde laufen automatisch.
- Regulatorik: Nachweise zur Bildqualität gehören zum Genehmigungsverfahren und zum laufenden Betrieb.
