KIS: Das zentrale IT-System im Krankenhaus

Ein Krankenhausinformationssystem (KIS) ist die zentrale Software zur Verwaltung aller klinischen und administrativen Patientendaten eines Krankenhauses. In der Teleradiologie ist die nahtlose Integration entscheidend: Befunde werden über standardisierte Schnittstellen (HL7) direkt ins KIS oder RIS zurückgespielt.

Was ist ein KIS?

Das KIS ist das digitale Rückgrat jedes Krankenhauses. Es verwaltet Patientenaufnahmen, Diagnosen, Therapieverläufe, Laborwerte und OP-Dokumentationen. Für die Radiologie ist die Verbindung zwischen KIS, RIS (Radiologieinformationssystem) und PACS (Picture Archiving and Communication System) entscheidend.

In der Teleradiologie fließt der Auftrag aus dem KIS oder RIS an den Teleradiologen. Nach der Befundung wird der strukturierte Befundbericht automatisch ins KIS oder RIS zurückgespielt – ohne Medienbruch, ohne manuellen Aufwand für das Klinikpersonal. Die Integration erfolgt über standardisierte Schnittstellen wie HL7 und DICOM. Je nach Klinikstruktur ist das RIS dabei oft der primäre Integrationspunkt.

Gängige KIS-Systeme in Deutschland sind u. a. SAP IS-H, Orbis (Dedalus), iMedOne und Medico. reif & möller unterstützt die Integration mit allen gängigen KIS- und RIS-Systemen.

In Deutschland sind mehrere KIS-Systeme verbreitet, darunter iMedOne (TietoEvry), medico//s (Cerner/Oracle), SAP IS-H und ORBIS (Dedalus). Alle modernen KIS bieten HL7-Schnittstellen für den Datenaustausch mit externen Systemen wie RIS, PACS und Labor. Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) hat die Digitalisierung der Kliniken ab 2021 mit Fördergeldern unterstützt und damit den Ausbau KIS-integrierter Prozesse – einschließlich teleradiologischer Workflows – deutlich beschleunigt.

Für die Teleradiologie ist die KIS-Integration ein wichtiger Qualitätsfaktor: Je enger der Teleradiologie-Anbieter in das KIS eingebunden ist, desto reibungsloser verläuft der gesamte Prozess – von der automatischen Auftragsübermittlung bis zur nahtlosen Befundrückmeldung. Kliniken, die ihren Teleradiologie-Anbieter per HL7-Schnittstelle angebunden haben, sparen manuelle Übertragungsschritte und reduzieren das Fehlerrisiko durch Medienbrüche erheblich.

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Praxis & Relevanz

In der Praxis:

  • Automatischer Rücklauf: Der Befund des Teleradiologen wird automatisch ins KIS oder RIS eingespielt – der behandelnde Arzt findet ihn direkt in der Patientenakte
  • Auftragserstellung: Die Untersuchungsanforderung wird im KIS oder RIS erstellt und über HL7 an das PACS übertragen
  • Nahtlose Anbindung: Die technische Integration in bestehende KIS- und RIS-Systeme dauert bei reif & möller typischerweise 2–4 Wochen

Warum relevant für Kliniken:

  • Medienbruchfreie Befundübertragung direkt ins KIS oder RIS spart Zeit und verhindert Fehler
  • HL7-Schnittstelle ist Voraussetzung für professionelle Teleradiologie-Anbindung
  • Kompatibilität mit allen gängigen KIS- und RIS-Systemen ist ein wichtiges Auswahlkriterium

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