In vielen radiologischen Abteilungen hängt der Dienst an wenigen Personen. Fällt eine Radiologin im Nachtdienst aus, muss kurzfristig Ersatz gefunden werden, sonst bleiben Untersuchungen unbefundet oder Patient:innen werden verlegt. Kleine Teleradiologie-Anbieter mit wenigen Befunder:innen haben dasselbe Problem.
Vertretungssicherheit entsteht durch Größe und Organisation. Ein Netzwerk mit vielen Fachärzt:innen fängt Ausfälle auf, wenn die Fallverteilung flexibel ist. Bei reif & möller sind mehr als 70 Fachärzt:innen tätig. Die rund um die Uhr erreichbare IT kann Fälle jederzeit umverteilen, wenn einzelne Befunder:innen ausfallen oder ein Fall besondere Expertise braucht. So landet jede Untersuchung bei einer verfügbaren Radiologin oder einem verfügbaren Radiologen mit passender Expertise.
Für Kliniken ist Vertretungssicherheit ein zentrales Kriterium bei der Partnerwahl. Fragen Sie konkret nach: Wie viele Fachärzt:innen befunden für Ihr Haus? Gibt es ein dokumentiertes Vertretungskonzept, und ist es im Vertrag oder SLA festgehalten?
Auch im Genehmigungsverfahren spielt das Thema eine Rolle: Die Behörde verlangt, dass die Teleradiolog:innen während der Untersuchung erreichbar sind.
In der Praxis
- Grippewelle im Winter: Mehrere Befunder:innen fallen aus. Die IT verteilt die Fälle auf andere Fachärzt:innen um, die Befundung für die Kliniken läuft weiter.
- Kündigung im eigenen Haus: Eine Radiologin verlässt die Klinik. Der Teleradiologie-Partner übernimmt übergangsweise zusätzliche Nacht- und Wochenenddienste.
Warum ist das für Kliniken relevant?
- Keine Versorgungslücke: Röntgen und CT bleiben befundbar, unabhängig von einzelnen Personen.
- Planungssicherheit: Die Klinik muss keine eigene Ausfallreserve für den radiologischen Dienst vorhalten.
- Auswahlkriterium: Netzwerkgröße und Fallverteilung zeigen, wie belastbar ein Anbieter ist.
