HL7: Standard für den Datenaustausch im Gesundheitswesen

HL7 (Health Level Seven) ist ein internationaler Standard für den strukturierten Austausch medizinischer Daten zwischen IT-Systemen. In der Teleradiologie ermöglicht HL7 die nahtlose Kommunikation zwischen Krankenhausinformationssystem (KIS), Radiologieinformationssystem (RIS) und externen Befundern – ohne Medienbrüche.

Was ist HL7?

HL7 definiert, wie Patientendaten, Untersuchungsaufträge und Befunde zwischen verschiedenen IT-Systemen übertragen werden. Ziel ist die Automatisierung klinischer Prozesse ohne manuelle Doppelerfassungen oder Übertragungsfehler.

In der Teleradiologie bedeutet das: Eine Untersuchung wird im RIS angelegt, die Daten werden automatisch an den Teleradiologen übermittelt, und der fertige Befund wird strukturiert ins RIS zurückgespielt. Der gesamte Workflow bleibt in der gewohnten Systemumgebung – ohne separate Portale oder manuelle Eingaben.

HL7 ist herstellerunabhängig und kann in nahezu jede bestehende KIS-/RIS-Landschaft integriert werden. Die moderne Weiterentwicklung HL7 FHIR ermöglicht noch flexiblere, webbasierte Anbindungen.

In Deutschland ist HL7 Version 2 (v2.x) nach wie vor der dominierende Standard für die Kommunikation zwischen Krankenhausinformationssystem (KIS), RIS und PACS. Die wichtigsten Nachrichtentypen sind: ORM (Order Message) für radiologische Aufträge, ORU (Observation Result) für die Rückübermittlung von Befunden, und ADT (Admission, Discharge, Transfer) für Patientenstammdaten wie Aufnahme, Entlassung und Verlegung.

Mit HL7 FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) hat sich ein moderner, REST-basierter Nachfolger etabliert, der insbesondere für Cloud-Anwendungen und mobile Lösungen konzipiert ist. Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) fördert seit 2020 gezielt die Einführung FHIR-kompatibler Schnittstellen in deutschen Kliniken. Für die Teleradiologie bedeutet eine saubere HL7-Integration, dass Aufträge automatisch vom KIS/RIS an den Dienstleister übermittelt und Befunde ohne manuelle Nachbearbeitung zurückgespielt werden.

erfolgreiche-hl7-happy-dr
doctor-from-future-concept-2

Praxis & Relevanz

In der Praxis:

  • Auftragsanlage im RIS per Klick – automatische Übermittlung an Teleradiologen
  • Befundrückübermittlung direkt ins Primärsystem ohne Medienbruch
  • Automatische Patientendatenübernahme ohne manuelle Eingabe

Warum relevant für Kliniken:

  • Nahtlose Integration in bestehende IT-Infrastruktur
  • Zeitersparnis durch automatisierte Prozesse
  • Fehlerreduktion durch Wegfall manueller Übertragungen

Technik-Call buchen: IT-Integration besprechen

In einem kurzen, unverbindlichen Gespräch klären wir gemeinsam, ob und in welchem Umfang eine teleradiologische Absicherung für Ihr Haus sinnvoll ist.